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3 Wege, die Angst vor Veränderungen zu nehmen

Wenn Unternehmen und Organisationen von Veränderungen sprechen, sind diese für das Management meist positiv besetzt. Ganz anders hingegen kann die Sichtweise der Mitarbeiter/innen darauf sein, die den anstehenden Veränderungen zunächst nichts Gutes abgewinnen können und oftmals Angst vor Veränderungen haben.

Ähnlich ist es im Job-Coaching (gefördertes Coaching). Durch die teilweise sehr schwierigen Lebenssituationen der Klienten/innen stehen sie Veränderungen oftmals sehr skeptisch gegenüber. Mitunter hat es sie viel Kraft gekostet, die aktuelle Situation in den Griff zu bekommen, sodass Änderungen bedrohlich auf sie wirken, wenngleich sie wissen, dass sie eigentlich schnellstmöglich etwas ändern müssten.

Immer wieder begegnen wir Klienten/innen, die Angst vor Veränderung haben. Für mich ist das etwas ganz Normales und gehört zum Coaching-Alltag dazu.

Wichtig:

Wenn du im Prozess wahrnimmst, dass dein/e Klient/in Angst hat, dann sprich diese offen an und versuche nicht, dein/e Klient/in auf positive Gedanken zu bringen. Wenn die Angst da ist, sollte sie im Coaching auch Raum bekommen. Angst ist eine starke Emotion, die wir nicht einfach unter den Teppich kehren können und hoffen, dass sie von allein verfliegt. Auch wenn es zunächst unangenehm scheint sie anzusprechen, so ist doch genau das nötig, um sie ins Gespräch zu bringen.

Solltest du das Wort „Angst“ nicht benutzen wollen, kannst du es beispielsweise so formulieren:

„Wenn ich Ihnen zuhöre, klingt es für mich so, als hätten Sie große Befürchtungen, den nächsten Schritt zu gehen?“

3 Wege, um mit der Angst in Veränderungen zu arbeiten

Weg 1 – Hinterfragen

Da Angst weniger angeboren, sondern vielmehr erlernt ist, versuchen wir herauszuarbeiten, was ganz genau unserer/m Klienten/in Angst macht.

Wenn uns das gelingt, können wir Mittel und Wege finden, die Angst in konstruktive Bahnen zu lenken.

Hilfreiche Fragen dafür können sein: „Was ist es genau, was diese Befürchtungen in Ihnen auslöst?“, „Was befürchten Sie, was passieren könnte, wenn Sie den nächsten Schritt gehen?“, „Wovor fürchten Sie sich?“

Weg 2 – Reframen

Ebenfalls ist es möglich diese zu reframen, in dem wir versuchen, die Angst in einen anderen Rahmen zu setzen, um Gegenkräfte zu entwickeln.

Dafür könnten wir fragen: „Wofür glauben Sie, könnte es gut sein, dass Sie Befürchtungen vor dem nächsten Schritt haben?“.

Eine mögliche Antwort darauf wäre vielleicht „Das es nicht zu schnell geht und ich mich dadurch überfordere und krank werde.“ heißen. Dann könnten wir damit weiterarbeiten, in dem wir sagen: „Das heißt also, Sie glauben, Ihre Angst dient als Schutzpanzer und will, dass Sie gesund bleiben?“

Wenn daraufhin ein „Ja“ kommt, können wir weiterfragen „Und was könnte Sie dabei unterstützen, den ersten Schritt in Ihrem Tempo zu gehen und Ihre Gesundheit zu wahren?“

Weg 3 – Blick auf unveränderte Dinge

Wenn sich Menschen in Veränderungen befinden, verlieren sie oft den Blick auf das, was sich nicht verändern wird. Sie geben der anstehenden Veränderung so viel Gewicht, dass alles andere meist hinten runterfällt. Daher macht es Sinn, sich nicht nur anzuschauen, was sich in Veränderung befindet, sondern auch einen Blick darauf zu werfen, was beim Alten bleibt.

Wenn wir die kommende Veränderung wie eine Schiffsreise betrachten, so können wir im Coaching gemeinsam mit dem/r Klienten/in herausarbeiten, was trotz Veränderung unverändert bleibt.

Dafür schaue ich gerne mit ihr/ihm auf diese Grafik, die sich an die von Egger und Nohl anlehnt.

Leuchttürme, Inseln und Rettungsringe im Coaching

Im ersten Schritt definieren wir gemeinsam die Rettungsringe, Leuchttürme und Inseln, die eurer/m Klientin/en auf seiner/ihrer Reise Kraft, Orientierung und Sicherheit geben.

So bleibt beispielsweise trotz der Umstrukturierung innerhalb einer Organisation der Arbeitsplatz, der kurze Fahrtweg, die Kollegen, das Gehalt und dergleichen bestehen.

Erst im zweiten Schritt schauen wir dann auf unser Boot und beladen es mit den kommenden Veränderungen.

Tipp:

Um das Flipchart mehrmals benutzen zu können, arbeite ich gerne mit den selbstklebenden Moderationskarten.

Du kannst oder willst nicht selber malen? Hier kommst du zu einem meiner Arbeitsblätter, das du gemeinsam mit deiner/m Klienten/in ausfüllen kannst.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Metapher der Schiffsreise in Kombination mit dem Herausarbeiten der Ressourcen die anfänglich große Angst vor Veränderungen bei den Klienten/innen schwinden lässt.

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

 

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Andrea Schlösser
Andrea Schlösser- Coaching leicht gemacht


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Lisa

Andrea, das ist genial und hilft mir richtig weiter! Danke und bitte mehr davon!

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