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Wie du gekonnt Feedback geben kannst

Als Coaches haben wir während einer Coachingsitzung mehrere Rollen inne. Neben beispielsweise dem Prozessführer, dem Impulsgeber und dem Vertrauten, sind wir auch häufig als Feedbackgeber gefragt. Doch ist insbesondere das Feedback geben für uns Coaches herausfordernd, da es viel Feingefühl und eine gute Formulierung benötigt.

Die Form macht’s

Versuche dein Feedback wertschätzend, empathisch, authentisch, beschreibend und nicht bewertend zu formulieren. Mache deutlich, dass es lediglich deine subjektive Sichtweise ist.

Die passende Formulierung wählen

Hier sind einige Formulierungen, die sich für den Feedback-Einstieg im Coachinggespräch eignen:

Wenn du zunächst ganz konkret danach fragen möchtest, ob dein/e Klient/in ein Feedback von dir hören möchte, dann kannst du folgenden Einstieg dafür gut nutzen:

  • „Darf ich Ihnen einmal spiegeln, wie ich Sie hier erlebe?“
  • „Ich möchte Ihnen gerne eine Hypothese (oder „eine Sichtweise“) anbieten und Sie anschließend fragen, wie sie sich für Sie anhört. Passt das für Sie?“

Solltest du jedoch das Feedback nicht explizit abfragen wollen, kannst du es auch folgendermaßen anbieten:

  • „Wenn ich Ihnen so zuhöre, dann entsteht bei mir ein Bild von … . Wie ist das für Sie, wenn Sie das hören?“
  • „Bei mir entsteht der Eindruck, als ob Sie … . Gehen Sie da mit?“
  • „Wenn ich mich in Sie hineinversetze, dann … . Wie hört sich das für Sie an?“
  • „Ich kann mir gut vorstellen, dass … . Wie klingt das für Sie?“

Prinzipiell solltest du darauf achten, dass du immer deine persönliche Beobachtung, deine Wahrnehmung und deine individuelle Empfindung anbietest und es bei deinen Klienten/innen nicht als allgemein-gültige Tatsache rüberkommt. Wir mögen es nämlich alle nicht, wenn jemand so tut, als wüsste er/sie, wer oder wie wir sind. Wenn wir das nicht tun und Formulierungen wie „Sie sind also ziemlich aufbrausend Ihrem Chef gegenüber.“ nutzen, kann dein/e Klient/in in den Widerstand gehen und darauf antworten „Nein, das bin ich nicht. Vielleicht manchmal ein wenig genervt, aber aufbrausend, nein, dass wirklich nicht“.

Wenn wir also etwas benennen, wo unsere Klienten/innen nicht mitgehen, dann fühlen sie sich nicht gut verstanden – berechtigterweise. Sollte das häufiger im Gespräch vorkommen, hat es meist einen negativen Einfluss auf eure Beziehung. Im schlimmsten Fall gewinnt dein/e Klient/in sogar den Eindruck sich rechtfertigen zu müssen. Wie sich das für sie/ihn anfühlt, kannst du dir sicherlich gut vorstellen.

Den Ball zurückspielen

Sollte dein/e Klient/in von dir ein Feedback wünschen, du dies jedoch aus irgendeinem Grund nicht geben willst, so kannst du beispielsweise die Frage von deiner Klientin „Wie sehen Sie mich?“ wieder an sie zurückspielen.

Du könntest also antworten:

„Was glauben Sie, wie ich Sie sehe?“ oder „Wie denken Sie, werden Sie von anderen Menschen wahrgenommen?“. Mit diesen beiden Fragen lädst du deine Klientin geschickt zum Perspektivenwechsel ein.

Mit der Frage „Wofür ist es für Sie wichtig zu wissen, wie ich auf Sie blicke?“ bringst du Sie in die Selbstreflexion.

 

Hast du eine Frage dazu? Schreibe sie gerne unten in die Kommentare.

 

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