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Wieso der Öko-Check im Coaching wichtig ist

Wenn wir vom Öko-Check im Coaching sprechen, meinen wir meist die Überprüfung der Verträglichkeit des Ziels mit dem sozialen System unserer Klient*innen.

Wir schauen uns also gemeinsam mit ihnen an, ob ihr Ziel auch zu ihren individuellen Lebensumständen und den vorhandenen Rahmenbedingungen passt.

Der Sinn und Zweck des Öko-Checks ist es, mögliche Nachteile, die aufgrund der Veränderung entstehen können, frühzeitig zu erkennen und bearbeiten zu können.

Obwohl jede Veränderung eine Chance bedeuten kann, hat sie meist auch Auswirkungen auf das gesamte Klient*innen-System, die nicht immer positiv sein müssen.

Der Öko-Check im Sinne der Klient*innen

Mit den folgenden Fragen kannst du zu Beginn des Coachings das Ziel deiner Klient*innen für sie selbst überprüfen.

Der Okö-Check ist auch hilfreich dafür, um zu schauen, ob das mögliche Ziel der Klient*innen

eventuell mit einem anderen im Widerspruch steht, wie beispielsweise wenn eine Klientin einen anderen Job annehmen möchte, aber dafür längere Fahrzeiten hat und ihre Tochter erst später aus der Kita abholen könnte, was wiederum gegen ihr Bild von einer guten Mutter verstößt.

Fragen, die die Klient*innen fokussieren

– „Könnte es aus Ihrer Sicht mögliche Gründe gegen diese Veränderung geben? Wenn ja, welche könnten das sein?“

– „Inwieweit verändern sich für Sie Ihre Lebensumstände?“

– „Was bedeutet die Umsetzung Ihres Vorhabens für Sie persönlich?“

– „Was glauben Sie, bringt diese Veränderung für Sie mit sich?“

 

Der Öko-Check im Sinne der anderen

Mitunter sind unsere Klient*innen so mit dem neuen Vorhaben beschäftigt, dass sie die Auswirkungen auf andere Menschen in ihrer Umgebung nicht auf dem Schirm haben. Daher ist es wichtig, dass wir als Coaches diese im Blick haben, um möglicherweise Hindernisse und unerwünschte Nebenwirkungen frühzeitig erkennen und besprechen zu können.

Im Coaching gehen wir also der Frage nach, ob es Gründe gegen eine mögliche Veränderung und eine Zielerreichung gibt.

Sinnvoll ist es, nicht nur am Ende des Prozesses das geplante Vorhaben und die Umsetzung zu prüfen, sondern bereits zu Beginn das Ziel zu überprüfen. Somit können wir schauen, ob die Anstrengung zur Veränderung überhaupt lohnenswert für unsere Klient*innen ist.

Unser Ziel ist es, destruktive Veränderungen zu vermeiden und mit unseren Klient*innen ins Gespräch über mögliche Konsequenzen zu kommen.

Mit den folgenden Fragen kannst du zu Beginn des Coachings das Ziel deiner Klient*innen für ihre Umgebung  überprüfen.

Fragen, die das Umfeld der Klient*innen fokussieren

– „Können Sie sich vorstellen, dass es in Ihrem Leben Bereiche, Werte, andere Ziele oder Personen geben könnte, die mit dieser Veränderung nicht einverstanden sind? Wenn ja, wer oder was könnte das sein und weshalb könnte die Person damit nicht einverstanden sein?“

– „Welche Auswirkungen, glauben Sie, hat die Veränderung auf Ihr Umfeld?“

– „Wen betrifft es möglicherweise noch, wenn Sie …?“

– „Wie glauben Sie, würde XY reagieren, wenn er oder sie von Ihrem Ziel erfährt?“

Bei der Beantwortung dieser Fragen geht es um die Sichtweise unserer Klient*innen. Egal wie wir dieses Ziel bewerten und ob wir es erstrebenswert finden oder nicht. Unsere Neutralität ist hier von besonderer Wichtigkeit, um Klient*innen nicht in eine Richtung zu leiten.

Deine Bedenken im Coaching mit einbringen

Siehst du selbst mögliche Hindernisse und möchtest diese überprüfen, kannst du das gut mit „Was wäre, wenn …?“, oder „Angenommen, dass …“ einbringen. So erfährst du, ob dein*e Klient*in sich auch mit diesem Gedanken schon befasst hat.

Achte jedoch auch hier wieder darauf, dass du von deinem Einwand loslässt, sobald dein*e Klient*in diesen für sich nicht als relevant bewertet. Es geht hier um Bewertung der Konsequenzen aus Sicht der*s Klient*in.

Wenn das Ziel nicht passt

Zeichnen sich negative Konsequenzen ab, so solltest du dir mit deinen Klient*innen das Ziel erneut anschauen und gegebenenfalls verändern. Prüfe dann erneut, sodass am Ende das Ziel in jeder Hinsicht erstrebenswert für deine Klient*innen ist.

 

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Andrea Schlösser Coaching leicht gemacht
Andrea Schlösser – Coaching leicht gemacht

 

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Finde ich schwierig. Wenn dieses Ziel für den Klienten sehr wichtig ist und es Veränderungen für seine Umwelt darstellt, müsste doch auch die Frage gestattet sein inwieweit die Umwelt sich ebenfalls verändern muss oder die Veränderung akzeptieren muss. Denn der Klient ist ein Teil dieser Umwelt und hat auch das Recht auf persönliches Wohlbefinden und Glück. Hier könnte es durchaus sein, dass begleitend oder anschließend eine Mediation hilfreich wäre, um Umwelt und Ziel des Klienten in Einklang bringen zu können.

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