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9 häufige Fehler im Vorgespräch

Im Vorgespräch haben dein/e Klient/in und du die Möglichkeit euch kennenzulernen. Jeder von euch kann schauen, ob der/die andere zu einem passt. Da das Vorgespräch vergleichbar mit dem ersten Eindruck ist, bei dem es ja bekannterweise nur eine Chance gibt, solltest du folgende Fehler unbedingt vermeiden:

Fehler 1 – Du bist nicht gut vorbereitet

Der Gesprächsstart ist holprig und unstrukturiert. Du stockst bei der Beantwortung auf Fragen wie „Wie ist Ihre Arbeitsweise“ oder „Wie kann ich mir unsere Zusammenarbeit vorstellen?“ und erzeugst damit Verunsicherung. Damit dir das nicht passiert, solltest du vor dem Vorgespräch ein paar Minuten Vorbereitungszeit einplanen. Überlege dir einen Dreizeiler, der dich und deine Arbeitsweise gut beschreibt. Bereite außerdem einige Fragen vor oder nutze meine kostenfreien Gesprächsvorlagen.

Fehler 2 – Du redest zu viel

Rede nicht mehr als dein/e Klient/in. Dein Redeanteil sollte im Vergleich deutlich geringer sein. Nicht du stehst im Mittelpunkt sondern dein/e Klient/in. Wenn es ihr/ihm schwer fällt von sich aus zu erzählen, kannst du unterstützende Fragen stellen. Außerdem signalisierst du durch nachfragen dein Interesse.

Fehler 3 – Du fasst nicht zusammen

Wenn du glaubst, du hast alles verstanden, dann frage nach! Es ist unglaublich wichtig, dass sich dein/e Klient/in gut verstanden fühlt. Das erreichst du nur, wenn du das Gehörte in deinen eigenen Worten noch einmal wiederholst. „Ich möchte noch einmal zusammenfassen, was ich bisher von Ihnen verstanden habe.“ So vermeidest du Missverständnisse und erzeugst beim Gegenüber die Empfindung „Endlich jemand der versteht, um was es mir geht.”

Fehler 4 – Du wählst einen unpassenden Ort

Triff dich nicht mit einer/m Klienten/in in einem Café oder in einem Hotel-Vorraum zu einem Vorgespräch. Schon der erste persönliche Kontakt und der Rahmen, in dem ihr euch kennenlernt, ist entscheidend. Mache nicht den Fehler und triff dich für ein Vorgespräch bei den Klienten/innen. Wenn du keinen eigenen Raum zur Verfügung hast, solltest du einen anmieten und ggf. das Vorgespräch berechnen, wenn du es sonst kostenfrei geführt hättest. Manchmal gibt es auch die Möglichkeit, es bei den Klienten/innen im Büro zu machen.

Fehler 5 – Du kannst alles

Tue nicht so, als könntest du als Coach alles und wärst für alle Themen der/die Richtige. Das kann niemand von uns und das ist auch nicht unsere Aufgabe. Wirke kompetent und sei realistisch. Gebe keine Versprechen wie „Das bekommen wir hin.“ oder „Das können wir hier gemeinsam erreichen“. Ersetze solche Formulierungen eher mit „Gerne unterstütze ich Sie bei Ihrem Vorhaben.“ Und wenn nötig, benenne auch die Grenzen des Coachings.

Fehler 6 – Du redest von anderen

Nachdem du zugehört hast, sagst du, dass du das Problem bereits von einem anderen Klienten kennst und beschreibst, wie der das gemacht hat. Niemand mag gerne verglichen werden und jede/r Klient/in möchte den Eindruck haben, dass sein Anliegen ganz individuell bearbeitet wird. Außerdem interessieren uns meist nur sehr bedingt die Lösungen anderer, wenn wir keine Vorstellung davon haben, wie wir das selbst schaffen können. Nutze solche Erfahrungen lieber für dich und erinnere, wie du dort gut unterstützen konntest und was für die Person hilfreich war.

Fehler 7 — Du überforderst deine/n Klienten/in

Weil du besonders kompetent wirken möchtest, verwendest du fachsprachliche Ausdrücke wie „konstruktivistischer Ansatz“ und benennst mögliche Methoden wie beispielsweise das „Tetralemma“, mit dem dein/e Klient/in nichts anfangen können. Wähle daher eine einfache Sprache und beschreibe lieber, was sich hinter den Begriffen versteckt, anstatt den Methodennamen zu nennen.

Fehler 8 – Du duzt ungefragt

Natürlich erzeugt das „Du“ Nähe und schafft Vertrauen. Je nach Kontext, wird ein ungefragtes duzen meist als Grenzüberschreitung erlebt. Des Weiteren wird mit einem „Du“ auch oft eine kumpelhafte Art verbunden, die den Gedanken des sich Verbrüderns aufbringt. Halte daher deine professionelle Rolle als Coach ein und balanciere das Gleichgewicht zwischen Nähe (Vertrauen aufbauen) und Abstand (du bist kein Freund) eher verbal aus und bleibe bei einem „Sie“. Erst wenn ihr länger zusammenarbeitet, könntet ihr gemeinsam die Form der Ansprache überdenken.

Fehler 9 – Du bedrängst

Dränge deine/n Klienten/in nicht nach eurem Vorgespräch gleich deine Coachingvereinbarung zu unterschreiben. Coaching ist kein Vertrieb, in dem der Kunde noch vor dem Verlassen des Ladens das Produkt kaufen soll. Gebe ihnen ausreichend Bedenkzeit. Wenn sie mit dir ein gutes Gefühl hatten, kommen sie von allein auf dich zu. Du kannst nach 2-3 Tagen eine Mail versenden und ihnen mitteilen, dass du für offene Fragen gerne zur Verfügung stehst.

Welchen Fehler hast du schon mal im Vorgespräch gemacht? Schreibe mir gerne im Kommentar!

 

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