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Die 3 Anforderungen an jeden Coach

Die Frage, welche Anforderungen an einen Coach gestellt werden, wird häufig diskutiert. Nimmt man jedoch Studien zur Hand, wie beispielsweise die von Lambert & Asay von 1999, so kann man daran wunderbar die Aufgaben eines Coaches definieren.

Dort wurden nämlich Faktoren herausgefunden, die sich positiv auf den Therapieverlauf ausgewirkt haben und sich auch gut auf das Coaching übertragen lassen.

Die Wirkfaktoren

Es wirkt
15% die eingesetzte Technik,
15% das Auslösen einer positiven Erwartungshaltung und
30 % die therapeutische Beziehung.

Die anderen 40% setzen sich aus den außertherapeutischen Ergebnissen aus dem Leben der Klient/innen zusammen.

Wirkfaktoren im Coaching

Aus diesen Zahlen lässt sich gut ein Anforderungsprofil für Coaches ableiten:
Der Coach ist verantwortlich für:
1. eine gute Beziehungsgestaltung.
2. eine geeignete Technik/Methode, die es dem/r Klienten/in ermöglicht, eine Veränderung zu initiieren.
3. das Auslösen einer positiven Erwartungshaltung ohne Versprechungen zu tätigen.

Jetzt fragst du dich vielleicht, wie genau du als Coach den Aufgaben gerecht werden kannst. Daher möchte ich dir im weiteren Text Anregungen geben, wie du die einzelnen Punkte in der Praxis ausgestalten kannst.

Die Anforderungen an den Coach im Detail

1. Die Beziehungsgestaltung im Coaching

Wie kannst du eine gute Arbeitsbeziehung zwischen dir und deinen Klient/innen aufbauen? Was braucht eigentlich eine gute Beziehung?

Neben einer respektvollen und wertschätzenden Haltung seitens des Coaches, geht es im Coaching zu Beginn darum, vor allem eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen.

Was für eine gute Beziehung darüber hinaus hilfreich ist, können wir uns vom NLP (neuro- linguistischen Programmieren) abschauen.
Wenn es dort um die Kontaktgestaltung geht, werden die Begriffe „pacing“ und „leading“ genutzt.
Beim „pacing“ versuchen wir, in die Welt unserer Klient/innen einzutauchen und sie so wahrzunehmen, wie sie es tun.

Tipp:

Hol deine/n Klienten/in ab, indem du deine Stimme, Tonlage, Lautstärke, Rhythmus, Wortwahl an sie anpasst. Signalisiere ihnen durch deine offene Körperhaltung, dass du ihnen zugewandt bist. Lass dich auf sie ein. Hole sie genau dort ab, wo sie sich gerade befinden.
Sei wie ein Taxifahrer. Dieser holt seine Fahrgäste zunächst auch dort ab, wo sie sich gerade befinden und bringt sie dann (manchmal auch über Umwege) zu ihrem gewünschten Ziel.
Erst wenn sich deine Klient/innen von dir abgeholt fühlen, werden sie dir auch vertrauensvoll folgen („leading“).

2. Welche Technik/Methode ist die Richtige?

Diese Frage lässt sich leider nicht so einfach beantworten. Die von dir eingesetzte Technik/ Methode, hängt natürlich von dem ab, nach welchem Coaching-Ansatz zu arbeitest und was du in deinem Methodenkoffer hast.

Tipp:

Hierbei finde ich drei Dinge bedeutsam:
1. Sei dir über deine methodische Prägung bewusst und kenne ggf. auch ihre Grenzen. 
2. Hinterfrage dich, ob deine favorisierte Methode tatsächlich zum Anliegen des/r Klienten/in passt oder ob du sie nur nutzt, weil du grad keine andere kennst. In diesem Fall kann es hilfreich sein, dich methodisch noch weiterzubilden. So gelingt es dir mit der Zeit deine Handlungsfähigkeit weiter auszubauen.
3. Frage dich auch, wo du mit dieser Methode hinwillst. Sei dir also über dein Ziel der Intervention bewusst.

 

3. Wie kannst du eine positive Erwartungshaltung erreichen?

Erwartungshaltung und Vorstellung haben Einfluss auf die Motivation deiner Klient/innen. So haben beispielsweise Wissenschaftler herausgefunden, dass wir mehr von Sport profitieren, wenn wir von seiner positiven Wirkung überzeugt sind. Den Ergebnissen nach zu urteilen zeigt, dass der Glaube daran, wie gut einem sportliche Aktivität tut, eine beachtliche Auswirkung auf das Wohlbefinden hat. Die Studie belegt, dass die Personen, die bereits vor Beginn der Untersuchung an positive Effekte durch Sport glaubten, mehr Spaß an der Bewegung hatten und sich ihre Stimmung verbesserte. Neurophysiologisch zeigte sich noch ein anderer Unterschied: Die Personen, die anfänglich größere Erwartungen hatten und die Personen, die vorher einen Film über die positiven Vorteile über eine Sportart schauten, wiesen laut Messung der Hirnaktivität eine größere Entspannung auf. (Quelle: vitanet.de)

Dieses Beispiel aus dem Sport können wir gut auf das Coaching übertragen. Ist unser/e Klient/in davon überzeugt, dass sie/er im Coaching positive Ergebnisse erreichen kann, wird sie/er anders agieren, als wäre sie/er davon nicht überzeugt. Die intrinsische Motivation wächst also.

Tipp:

Schaffe eine positive Erwartungshaltung, indem du ganz bewusst mit deinem/r Klienten/in in die Zukunft schaust. Neben einem klar definierten Ziel solltest du ihn/sie dabei unterstützen, ein mögliches Szenario zu entwickeln, in dem er/sie das Ziel schon erreicht hat. Dafür kannst du beispielsweise meine Blockbuster-Methode nutzen, mit der ich gerne arbeite.

 

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Andrea Schlösser Coaching leicht gemacht
Andrea Schlösser -Coaching leicht gemacht

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Daniela Röding

Liebe Andrea, ich befinde mich gerade in einer Ausbildung zum Personalcoach, doch auf deinen Seiten finde ich immer wieder super strukturierte Ergänzungen und so manchen AHA-Effekt, vielen Dank dafür. Zu den Anforderungen an einen Coach kann ich nur sagen: Kurz, prägnant und wirkungsvoll. Für mich die Grundvoraussetzungen um in jeglichen Bereichen wertschätzend mit Menschen zu arbeiten. Liebe Grüße und ich freue mich immer wieder auf neue Beiträge von dir. Daniela

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