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Wie du die Motivation des Klienten im Coaching aufrecht hältst

Vor kurzem habe ich über die Herausforderung geschrieben, die wir als Coaches haben, wenn wir mit Klient/innen arbeiten, die zunächst völlig unmotiviert bei uns im Coaching sitzen.

Nicht nur, dass wir bei unmotivierten Klient/innen versuchen die Bereitschaft für ein Coaching zu erarbeiten, kommt danach noch auf uns zu, die neu vorhandene Motivation aufrecht zu erhalten. Diesen (teilweise auch langen) Veränderungsweg bis zum Ende zu gehen, erfordert den Willen und die Motivation seitens des/r Klienten/in und eine flexible und bedürfnisangepasste Unterstützung von uns Coaches.

Wenn also die Bereitschaft zum Coaching erfolgt ist, definieren wir mit unseren Klient/innen ein Ziel. Um ein motivierendes Ziel zu erarbeiten, ist es nötig, ihre bewussten und unbewussten Motive herauszuarbeiten.  Will unser/e Klient/in es beispielsweise nur jemand anderem recht machen, wird es schwierig. Ausschließlich extrinsische Motivation, bei der der Reiz zur Veränderung von außen kommt, reicht in der Regel nicht aus. Für erfolgreiche Coaching-Prozesse bedarf es der intrinsischen Motivation, sprich der Motivation, die aus der/m Klientin/en selbst herauskommt.

Ist das Ziel sexy genug?

Die intrinsische Motivation können wir im Coaching unterstützen, indem wir den Fokus darauf legen, was sich insbesondere für die/den Klientin/en durch die jeweilige Veränderung positiv auswirkt. Sprich, welchen persönlichen Gewinn sie/er davon hat – auch wenn der ursprüngliche Impuls von außen kam. Das gelingt durch Fragen nach dem Motto „Was haben Sie davon, wenn Sie xy tun?“ Umso mehr sie oder er einen eigenen Nutzen erkennt, umso bereitwilliger steht sie oder er der Umsetzung gegenüber. Ist das Ziel nicht sexy genug, ist die Motivation gering. Das übrigens ist auch ein Grund, wieso so viele Neujahrsvorsätze scheitern. Das Ziel ist einfach nicht so erstrebenswert, dass es uns wirklich antreibt. 

Konntest du den klaren und eindeutigen Nutzen mit deinem/r Klienten/in herausarbeiten, so kannst ihn wunderbar auf Moderationskarten schreiben, sodass dein/e Klient/in dort immer wieder draufschauen kann.

Weiterhin kann es unseren Klient/innen unterstützen am Ball zu bleiben, wenn es uns gelingt, dass sie den gewünschten Zielzustand realisieren und sich vorstellen, sie hätten ihn bereits erreicht.

Methode „Blockbuster-Trailer“

Um sich genau diesen Zustand zu vergegenwärtigen, nutze ich gerne meinen „Blockbuster-Trailer“, den ich folgendermaßen anmoderiere:

„Nachdem wir nun Ihr Ziel definiert haben, bin ich ganz neugierig zu erfahren, wie die Situation aussehen kann, wenn Sie ihr Ziel erreicht haben. Dazu möchte ich Sie bitten, einmal zu mir rum zu rutschen, damit wir nebeneinandersitzen. Nun möchte ich Sie bitten sich vorzustellen, dass wir gemeinsam im Kino sitzen und wir uns den Trailer des neuen Blockbuster-Films anschauen – Ihren Blockbuster-Trailer. Ich möchte Sie jetzt bitten mir einmal zu beschreiben, was ich als Zuschauer beobachten kann und wie es aussieht, wenn Sie ihr Ziel erreicht haben.“

Hier können wir als Coaches nachfragen, z.B. „Wie sieht die Umgebung aus?“ oder „Gibt es Geräusche, die ich hören könnte?“, um die/den Klientin/en dabei zu unterstützen, sich noch besser in die Situation hineinzuspüren. Nach der Beschreibung frage ich dann gerne, wie sich die/der Klient/in jetzt fühlt. Hier kannst du sie/ihn auch fragen, welches Symbol er/sie mit diesem Blockbuster verbindet und es in den folgenden Coaching-Sitzungen wieder aufgreifen. 

Meistens kannst du schon während der Beschreibungen beobachten, dass das hineinfühlen das Ziel noch einmal wesentlich klarer macht. Nehme ich während der Beschreibung eine Unsicherheit in Bezug auf das definierte Ziel wahr, so spreche ich das offen an, um ggf. nachzuarbeiten.

Diese Methode macht nicht nur das Fühlen des gewünschten Ist-Zustandes deines/r Klienten/in möglich, sondern hilft dir auch das Ziel noch einmal zu überprüfen.

Motivierten Zustand erhalten – einen Blick zurück werfen

Ist das Ziel klar und dein/e Klient/in energievoll, so geht es  in den nächsten Situationen darum, diesen Zustand zu erhalten. Dabei ist es ratsam, dass du immer auf die bisherigen Erfolge aus der letzten Sitzung hinweist. Meistens haben die Klienten/innen einen defizitorientierten Blick. Sie schauen eher auf das, was noch fehlt und weniger auf das, was schon da ist. Und genau da kommst du ins Spiel. Unterstütze deine/n Klientin/en dabei, bisherige Ergebnisse wahrzunehmen. Wird deinem/r Klienten/in bewusst, dass er/sie schon etwas erreicht hat, so motiviert ihn/sie das auch den nächsten Schritt zu gehen und weiter zu machen. 

 

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Andrea Schlösser Coaching leicht gemacht
Andrea Schlösser -Coaching leicht gemacht

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