5 Mythen übers Online-Coaching

Mythen über das onlinecoaching

In der letzten Zeit sind mir immer wieder Aussagen begegnet, die mir zeigen, dass es teilweise noch immer einen großen Vorbehalt gegenüber Online-Coaching gibt und Glaubenssätze sich manifestieren, die sich in der Praxis jedoch nicht bestätigen. Fünf möchte ich heute gerne etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Mythos 1 – Als Online-Coach muss ich ständig erreichbar sein.

Definitiv nein. Online zu coachen bedeutet bei Weitem nicht, ständig für deine Klient*innen erreichbar zu sein. Coaches, die ihre Coachings online anbieten und durchführen, arbeiten genauso wie im Präsenzcoaching mit einer ganz klassischen Terminvergabe. Meistens wird diese per Mail durchgeführt. Einige Coaches bieten ihren Klient*innen neben der kostenfreien Erstgesprächsbuchung online auch ein Buchungssystem für weitere Buchungen an. Doch auch bei dieser Vorgehensweise werden die Termine den Klient*innen mit einem Vorlauf von meist mind. 48 Stunden angeboten. Für was du dich entscheidest, liegt ganz allein bei dir und du solltest das davon abhängig machen, welches System am besten in deinen Berufsalltag passt.

Mythos 2 – Beim Online-Coaching verdiene ich weniger als beim Präsenz-Coaching.

Das stimmt nicht. Online-Coaching ist keine „Billigausgabe“ deines Coachings. Dein Coaching hat online den gleichen Wert wie in präsenz. Daher mach bitte auch deine Online-Coachings nicht günstiger als deine Präsenz-Coachings.

Ich habe mich gefragt wo dieser Gedanke wohl herkommt und bin in einem Forum darauf gestoßen, dass jemand geschrieben hat, dass er ja beim Online-Coaching keine Raummiete hat. Das ist richtig, doch dafür entstehen ja ganz andere Kosten, wie z.B. Stromkosten (PC, Licht, usw.) sowie Hard- und Softwarekosten und ggf. für die Coachingplattform, die du für die Coachings nutzt. Hinzu kommen alle anderen Kosten, wie Versicherungen etc., völlig unabhängig davon, ob das Coaching in Präsenz oder online stattfindet. 

Mythos 3 – Online-Coaching ist nur etwas für technikaffine Menschen.

Auch das stimmt nicht. Die Arbeit mit Video-Chat-Programmen ist in vielen Organisationen und Unternehmen mittlerweile fest etabliert und gehört für immer mehr Menschen zum Berufsalltag dazu. Hinzu kommt, dass die Videotelefonie an sich viele schon seit Jahren nutzen. Denken wir da nur mal an Skype. Sogar die Tante meines Mannes hat mit 84 noch mit ihrer Freundin in den USA geskypt. Die Wahrscheinlichkeit, dass deine Klient*innen fit im Umgang mit Online-Medien sind, ist recht hoch. Eine meiner letzten Klientinnen kam aus dem Controlling und kannte Zoom beispielsweise von ihrer Musikschule, denn auch die haben während der Corona-Zeit auf das Online-Unterrichten umgestellt.

Trau an dieser Stelle deinen Klient*innen ruhig etwas mehr zu und wenn du feststellen solltest, dass es dort große Bedenken gibt, dann biete ruhig einen „kurzen virtuellen Rundgang” an. 

Mythos 4 – Ich bin online in meiner Arbeitsweise stark eingeschränkt.

Dass du nicht alle Methoden 1:1 online umsetzen kannst, ist richtig. Doch mit einem kleinen „Umbau“ lassen sich die meisten Methoden auch online einsetzen. Wichtig an dieser Stelle ist mir zu betonen, dass Methoden im Coaching nur Mittel zum Zweck sind. Es geht im Coaching nicht darum, als Coach ein Methodenfeuerwerk zu entzünden, sondern ganz nah an deinen Klient*innen zu sein. Manchmal ist der Einsatz von wenigen Methoden, die dafür ganz gezielt zum Einsatz kommen, hilfreicher als ein bunter Blumenstrauß an Interventionen.

Wie du deine Methoden aus deinen Präsenz-Coachings auch online zum Einsatz bringen kannst, zeige ich dir in meinem „Erfolgreich ONLINE COACHEN“-Kurs, der am 24.8. startet. Hier kannst du dich in der Warteliste eintragen.

Mythos 5 – Online-Coaching ist unpersönlich.

Das die Klient*innen nicht mit uns den gleichen physischen Raum teilen, stellt tatsächlich einen Unterschied dar. Die zwischenmenschliche Nähe, die entsteht, wenn Coach und Klient*in sich gegenübersitzen und sich mit allen Sinnen wahrnehmen, gilt für viele als die einzig wahre Verbundenheit. Doch gibt es auch im Online-Coaching Spiegelungsphänome, die durch die Interaktion zwischen Coach und Klient*in entsteht und dem Prozess zu Nutze gemacht werden können.

Eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung entsteht durch das Empathie-Vermögen des Coaches, durch Worte, die den Klient*innen zeigen, dass da jemand ist, der ihnen wirklich zuhört und der ihnen das Gefühl vermittelt, verstanden zu haben, um was es einem geht. Und all das ist online möglich. Werfen wir einen Blick auf die Nachbarprofession der Therapie, so zeigen uns diese Kolleg*innen eindeutig, welche Erfolge sie auch mit Online-Therapiesitzungen haben. Und mal ganz ehrlich – wenn das in der Therapie funktioniert, die noch viel mehr von der Beziehung zwischen Therapeut*in und Patient*in lebt, dann kriegen wir das im Coaching genauso gut hin.

Wie du also siehst, gibt es einige Vorannahmen, die nicht der Coaching-Praxis entsprechen. Lass dich also darin bestärken, dem Online-Coaching eine Chance zu geben und deine Klient*innen auch auf diesem Wege zu unterstützen.

Wenn du dir nich unsicher bist, komm doch in meinen Kurs “Erfolgreich ONLINE COACHEN” . Dort lernst du, wie du online professionelle Coachingprozesse führst. Er startet am 24.8.2020 Hier gehts zur Warteliste.

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Andrea Schlösser Coaching leicht gemacht

Andrea Schlösser – Coaching leicht gemacht

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