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Hast du das passende Mindset?

In letzter Zeit kam mir immer wieder der Begriff „Mindset“ unter. Meistens stand dieser im Kontext von: „Du kannst alles erreichen und erfolgreich sein – Hauptsache dein Mindset stimmt.“ Ich fragte mich dann, ob und wie sich das Thema Mindset auch in unseren Coaching-Prozessen wiederfindet. Und die Antwort lautet „Ja“.

Unser Handeln in Coaching-Prozessen ist verschieden. Im Idealfall sind wir mit dem meisten zufrieden, was so viel bedeutet wie: „Wir haben im Sinne des Klienten und des Prozesses agiert.“ Und trotzdem gibt es immer wieder Reaktionen, die uns überraschen und die wir uns im ersten Moment nicht gleich erklären können. Das hat verschiedene Ursachen. Ein Grund dafür ist unser eigenes Mindset, das dafür verantwortlich ist, wie wir mit entstehenden Herausforderungen im Coaching umgehen.

Um uns über unser Mindset bewusst zu sein, ist eine regelmäßige Selbstreflexion zwingend. Es ist in unserer Rolle als Coach notwendig, unser Verhalten und unsere Vorgehensweisen infrage stellen zu können. Zeigen sich im Coaching-Prozess Schwierigkeiten, hat dies oftmals etwas mit uns selbst zu tun.

Unser Mindset bestimmt, wie wir unsere Umwelt, aber vor allem unsere eigenen Möglichkeiten in der jeweiligen Situation, wahrnehmen. Die Selbstreflexion unterstützt dabei, unser Handeln zu verstehen und unser Gefühl zuzuordnen.

Wenn wir uns darüber bewusst sind, dass unser Mindset uns steuert, haben wir auch die Möglichkeit, das, was wir im Prozess als hinderlich wahrnehmen, wie beispielsweise Reaktionen, die aus alten Erfahrungen resultieren, zu beeinflussen. Es liegt an uns, ungewünschtes Verhalten zu stoppen.

Carol Dweck hat herausgefunden, dass es zwei Formen von Mindset gibt:

Fixed Mindset (starr und unflexibel) und das Growth Mindset (veränderungs- und wachstumsorientiert)

Sie hat beobachtet, dass die Menschen, die eher in die Kategorie Fixed Mindset gehören, dazu neigen, bestimmte Fähigkeiten als angeborenes Talent zu beurteilen. Wenn sie an einer Aufgabe scheitern, liegt es für diese Menschen daran, dass ihnen dafür die Begabung fehlt.

Die Menschen, die zur Kategorie Growth Mindset gehören, sind davon überzeugt, dass sie alles erreichen können. Ihrer Ansicht nach kann alles trainiert oder gelernt werden.

Beispiel:

Eine Klientin kommt zum Coach und berichtet über ihre verschiedenen Aktivitäten, die sie seit der letzten Sitzung unternommen hatte. Er hört ihr zu und stellt dann überraschend unfreundlich die Frage: „Warum haben sie es denn nicht so gemacht, wie wir besprochen haben? Wir haben doch einen konkreten Umsetzungsplan erarbeitet.“

Kurz darauf nimmt er wahr, dass die Klientin sichtlich irritiert ist und nach Worten sucht, die ihr Verhalten erklären.

In der späteren Selbstreflexion stellt er fest, dass er selbst darüber verärgert gewesen ist, dass sie nicht strukturiert ihr Vorhaben umgesetzt hat. Schließlich wären dann durchaus bessere Ergebnisse zu verzeichnen gewesen. Es wird ihm ebenfalls deutlich, dass er mit seiner Frage „Warum?“ ihre Rechtfertigung forciert hat und sich die Klientin sichtlich unwohl fühlte. Der unfreundliche Tonfall ist ihm nur bedingt bewusst geworden.

Mindset

Eine Zuordnung:

Fixed Mindset

Ein Coach mit einem Fixed Mindest würde sowas denken wie: „Nur wenn das Besprochene genau so auch durchgeführt wird, kann das Coaching erfolgreich sein. Ich kann nichts dafür, wenn sie das nicht so macht. Ich bin nun mal ein strukturierter Mensch und finde ein strukturiertes Vorgehen auch unabdingbar. Mit so einer Vorgehensweise kann das nicht funktionieren.“

Growth Mindset

Ein Coach mit einem Growth Mindest würde sowas denken wie: „Ich hatte mich nicht gut unter Kontrolle. Ich habe meine Verärgerung nach außen getragen. Ich möchte das zukünftig anders machen und mich zurückhalten. Es muss doch möglich sein, dass ich auch mit anderen Vorgehensweisen konstruktiv arbeiten und umgehen kann.“

Also alles eine Frage der Sichtweise.

Unser Mindset kann durch Interaktionen verändert und entwickelt werden. Positives Denken unterstützt dabei.

Fragen für ein positives Mindset

Frage 1

Was sind deine Stärken und Ressourcen als Coach?

Frage 2

Welche Situationen im Coaching erlebst du als herausfordernd und was bräuchtest du, um damit besser zurechtzukommen?

Frage 3

An welche Situationen, die dir negativ in Erinnerung sind, denkst du immer wieder zurück und was würde dir dabei helfen, um damit abschließen zu können?

 

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Andrea Schlösser
Andrea Schlösser- Coaching leicht gemacht


 

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Der Beitrag gesehen im Kontext der Arbeit eines Coaches ist interessant. Ich hatte aber Schwierigkeiten den Einstieg zu finden, da ich „sorry“ nicht wusste was Mindset ist. Als ich mir in Internet die Definition dazu ansah konnte ich deinen Gedanken folgen.

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