4 Kommunikationstypen, die du als Coach kennen solltest

Kliententypen

Im Coaching begegnest du einer Vielzahl von Menschen, von unterschiedlicher Herkunft, mit verschiedenen Persönlichkeiten und individuellen Herausforderungen. Alle deine Klient*innen bringen einzigartige Eigenheiten mit in den Raum, und es liegt an dir als Coach, sie zu verstehen und gezielt zu unterstützen. 

Virginia Satir, eine Pionierin auf ihrem Gebiet, erkannte früh die immense Bedeutung der Kommunikation in zwischenmenschlichen Beziehungen. Ihre Erkenntnisse und Methoden haben unzähligen Menschen geholfen, ihre Kommunikation zu verbessern und eine bessere Verbindungen zu ihren Mitmenschen aufzubauen.

Satir identifizierte verschiedene Kommunikationsstile, die Menschen, insbesondere in stressigen oder konfliktbeladenen Situationen häufig anwenden. Jeder dieser Stile hat seine eigenen Merkmale und Auswirkungen auf die Dynamik in der Kommunikation und somit auch für uns im Coaching.

Ihre bietet eine hilfreiche Typologie, um die verschiedenen Verhaltensmuster von Klient*innen zu erkennen und gezielt darauf einzugehen.

Dabei geht es um folgende vier Typen:

Kommunikationstyp – Der Beschwichtigende

Dieser Klient tendiert dazu, seine eigenen Bedürfnisse zurückzustellen und Konflikten aus dem Weg zu gehen. Er möchte oft, dass alle glücklich sind, auch wenn das auf Kosten der eigenen Zufriedenheit geht.

Kennzeichen

Verwendet oft beruhigende, zustimmende Worte und Körpersprache..

Typische Äußerung

„Es ist schon okay, ich komme schon klar.“

Herausforderungen

Die größte Schwierigkeit besteht darin, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und ernst zu nehmen, anstatt sie zu unterdrücken.

Unterstützung im Coaching

Es ist wichtig, mit deinen Klient*innen daran zu arbeiten, wie sie ihre eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und kommunizieren können. Wertearbeit kann helfen, ihre eigenen Prioritäten zu klären und sich selbst mehr zu respektieren und zu wertschätzen.

Kommunikationstyp – Der Anklagende

Dieser Klinnt neigt dazu, andere für seine Probleme oder Frustrationen verantwortlich zu machen und kann schnell die Schuld zuweisen, anstatt Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen.

Kennzeichen

Nutzt oft eine dominante Körpersprache und harsche Worte.

Typische Äußerung

„Er/Sie macht es nicht richtig!“

Herausforderungen

Die Hauptaufgabe besteht darin, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und sich bewusst zu machen, wie das eigene Verhalten andere beeinflusst.

Unterstützung im Coaching

Hilf deinen Klient*innen, Verantwortung zu übernehmen und konstruktive Wege zu finden, mit Konflikten umzugehen. Dies kann durch die Arbeit an Kommunikationsfähigkeiten und Konfliktlösungsstrategien geschehen.

Kommunikationstyp – Der Rationalisierende

Dieser Klient neigt dazu, seine Emotionen zu rationalisieren und sich von ihnen zu distanzieren, anstatt sie anzuerkennen und zu fühlen.

Kennzeichen

Konzentriert sich auf Fakten und bleibt emotional unberührt und benutzt eine monotone Stimme.

Typische Äußerung

“Es ist nicht so schlimm, ich kann damit umgehen.“

Herausforderungen

Die größte Herausforderung besteht darin, Zugang zu den eigenen Gefühlen zu finden und sich ihnen zu öffnen, anstatt sie zu unterdrücken.

Unterstützung im Coaching

In diesem Fall ist es wertvoll deine Klient*innen dabei zu unterstützen, sich mit den Emotionen zu verbinden und sie als wichtigen Teil des Erlebens anzuerkennen. Methoden wie das Führen eines Gefühlstagebuchs und Wahrnehmungsübungen können dabei helfen, sich bewusster mit den eigenen Emotionen auseinanderzusetzen.

Kommunikationstyp – Der Ablenkende

Dieser Klient neigt dazu, von einem Thema zum nächsten zu springen und sich schwer auf eine Sache zu konzentrieren. Er lenkt gerne durch Humor und Witze ab.

Kennzeichen

Verwirrt oft durch wechselnde Körpersprache und Sprache.

Typische Äußerung

„Lassen Sie uns über etwas anderes reden.“

Herausforderungen

Die Hauptaufgabe besteht darin, sich auf eine Sache zu konzentrieren und sich nicht ständig ablenken zu lassen.

Unterstützung im Coaching

Unterstütze dies Klient*innen, Fokus und Aufmerksamkeit zu entwickeln, um effektiv an den Zielen arbeiten zu können. Dies kann durch Achtsamkeitsübungen und das Setzen klarer Ziele erreicht werden.

Was zu beachten ist

Es ist wichtig zu berücksichtigen, dass, wie bei allen Versuchen zu kategorisieren, diese Typen nicht immer in reiner Form auftreten, und es auch Mischformen geben kann. Dennoch ist es hilfreich, sie zu erkennen und spezifisch darauf einzugehen. Durch deine wertschätzende Haltung und gezielte Unterstützung kannst du als Coach deinen Klient*innen dabei helfen, ihre eigenen Herausforderungen zu meistern und ihre lang trainierten Muster zu verändern.

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