Was pferdegestütztes Coaching kann

Seit einiger Zeit liegt das Coachen mit Unterstützung von Pferden im Trend und gewinnt an Beliebtheit. Doch was ist das genau und wie funktioniert es? Darauf gibt uns Julia Gustavus antworten.

Sie ist Systemischer Coach. Pferdeleibhaberin und leidenschaftliche Reiterin. Sie hat sich auf das Pferde-Coaching spezialisiert, und schätzt die Arbeit mit dem Co-Coach Pferd sehr. Was sie daran so begeistert, erzählt sie uns in meinem Interview.

Dort sprechen wir darüber,

  • was pferdegestütztes Coaching ist,
  • wie eine Sitzung mit dem Pferd als Co-Coach abläuft,
  • welche Voraussetzungen ich als Coach mitbringen sollte,
  • welche Inhalte eine Ausbildung zum pferdegestützten Coach haben,
  • für welche Klienten und für welche Coaching-Themen die Arbeit mit dem Pferd geeignet ist und
  • was eine Coaching-Stunde mit Pferd kostet.

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Du liest lieber? Dann findest du hier Fragen und Antworten:

1. Wer bist du?

Ich bin Julia Gustavus. 42 Jahre und Dipl.-Betriebswirtin. Schon immer habe ich mich gern mit Menschen beschäftigt. Meine Gesprächspartner haben sich mir schnell geöffnet. Meine Antworten auf Fragen und Problemstellungen kamen dann immer aus dem Bauch. Aufgrund einer beruflichen Veränderung ergab sich 2017 für mich die Möglichkeit, mich im Bereich Coaching, Training und Mediation fünf Monate in Vollzeit ausbilden zu lassen. Hier habe ich auch Andrea kennengelernt. Es war eine wunderbare Zeit, die mich persönlich unglaublich weitergebracht und völlig neue Blickwinkel eröffnet hat. Vor allem bekam ich endlich Tools an die Hand, um Menschen zu begleiten – bei persönlichen oder beruflichen Themen, und sie bei ihrer Entwicklung und Lösung zu unterstützen. Ich brauche mich seitdem nicht mehr nur auf mein Bauchgefühl verlassen.

Ich reite, spiele Oboe, liebe meine kleine Gartenoase auf der Terrasse, lese und koche gerne und entdecke andere Länder auf Reisen.

2. Wie bist du zum Pferde-Coaching gekommen?

Meine Eltern sind geritten, sodass ich von klein an mit Pferden in Berührung gekommen bin. Mit sechs habe ich angefangen zu reiten. Später hatte ich mein eigenes Pferd – Imperial, genannt Idefix. Mit ihm wurde ich nicht nur viel besser im Reiten. Idefix hat mir auch gezeigt, wie sehr Pferde uns spiegeln. Wenn ich z.B. nicht bei der Sache oder gestresst war, hat Idefix auch nicht mit Begeisterung mitgemacht. Als ich mich dann mehr mit dem Thema Coaching befasst habe, bin ich auf das pferdegestützte Coaching gestoßen und war sofort magisch angezogen. Es ist nicht nur die ideale Kombination von Hobby und Beruf. Aus meinen eigenen Erfahrungen wusste ich, welchen Einfluss Pferde auf unser Verhalten haben können und wie gut der Umgang mit ihnen tut. Deshalb habe ich bei Franziska Müller eine Zusatzausbildung gemacht, um die Coachingtools nun auch mit meinem Co-Coach-Pferd anwenden zu können.

3. Was ganz genau ist pferdegestütztes Coachen und wie kann ich es mir vorstellen?

Pferdegestütztes Coaching ist im Prinzip wie jedes andere Coaching auch. Der Kunde wird dabei begleitet, seine individuelle Lösung zu finden. Das Besondere ist aber, dass die „Sitzungen“ auf einem Reitplatz oder in einer Reithallte stattfinden und nicht in einem klassischen Coaching-Raum. Und dass es nicht nur einen Coach gibt, sondern zusätzlich noch ein bis zwei Co-Coaches, die Pferde.

Am Anfang des Coachings wird das Ziel oder Thema festgelegt. Nach dem Kennenlernen von Co-Coach und Kunde, löst der Kunde zusammen mit dem Co-Coach kleine Aufgaben, bspw. gemeinsam kleine Mini-Parcours (Slalom gehen) oder ähnliches, was zur Zielfindung passt, bewältigen. Mir als Coach helfen die Co-Coaches durch ihre Reaktionen, Fragen zu stellen, die den Kern des Themas offenlegen und dem Kunden helfen, seine Lösung zu finden. Dies klappt gemeinsam mit dem Pferd meist schneller und zielgenauer, als wenn wir den Prozess zu zweit in einem Coaching-Raum durchlaufen würden. Gleichzeitig hat der Kunde die Möglichkeit, durch die Reaktionen der Pferde sofort auch ein erlebbares Feedback auf sein geändertes Verhalten zu bekommen. Dies lässt die Erkenntnisse und Lösungen viel effektiver und langfristiger wirken. Am Ende der Sitzung steht immer der Transfer des Erlebten mit dem Pferd in den Alltag.

4. Für wen ist es besonders geeignet?

Geeignet ist pferdegestütztes Coaching für jeden. Pferdekenntnisse sind jedenfalls nicht nötig. Es wird nicht geritten, alle Arbeit findet vom Boden aus statt. Aber auch Reiter oder Pferdemenschen können natürlich diese Art von Coaching nutzen. Bei den Themenstellungen gibt es, wie beim Coaching auch, keine Begrenzungen. Ich persönlich habe mich bei meiner Arbeit als Coach im Schwerpunkt auf Frauen in Führung spezialisiert.

Buchtipps:


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Andrea Schlösser Coaching leicht gemacht

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